Wenn man den Rahm lange schlägt, kollidieren Luftblasen und verschmelzen miteinander. Wenn zwei Luftblasen verschmelzen, wird ihre Gesamtoberfläche kleiner, wodurch die Fettkügelchen zueinander getrieben werden und mithilfe des flüssigen Fetts aneinander kleben und Klumpen bilden. Bei weiterem Schlagen werden die Klumpen grösser, da sie nun direkt aneinander stossen. Am Ende ist nur sehr wenig Luft in der Butter übrig, da kaum Fettkügelchen vorhanden sind, welche die Luftblasen stabilisieren. So hat sich ein Netzwerk von verklumpten Fettkügelchen gebildet, das die wässrige Phase umgibt. Aus der Öl-Wasser-Emulsion (Rahm) hat sich eine feste Wasser-Öl-Emulsion (Butter) gebildet.
Warum wird Rahm zu Butter?
Warum wird Rahm zu Schaum und dann zu Butter?
- Erkläre mit einer Skizze und fasse zusammen.
- Wie liegt das Fett im Rahm vor?
- Warum muss der Rahm kalt sein?
Hast du gewusst?
Oberfläche und Volumen
Vergrössert man einen Körper, wächst das Volumen in der 3. Potenz (hoch drei), die Oberfläche aber nur im Quadrat (hoch zwei). Deshalb ist die Gesamtoberfläche zweier kleiner Luftblasen grösser als die Gesamtoberfläche einer aus den zwei kleinen Luftblasen entstandenen Luftblase. Auf den zwei kleinen Luftblasen haben mehr Fettkügelchen Platz.
Dieses Prinzip ist auch im Tierreich wichtig. Ein grosses Tier hat im Vergleich zu einem kleinen Tier eine kleinere Oberfläche pro Volumeneinheit. Je grösser ein Tier ist, desto weniger Wärme verliert es pro Volumeneinheit an die Umgebung. Schutzvorrichtungen wie ein Pelz spielen natürlich auch eine Rolle.
Um dies besser zu verstehen, versuche folgende Aufgabe zu lösen: Berechne das Oberflächen-Volumenverhältnis von einem Würfel mit 1 cm Kantenlänge und einem Würfel mit 3 cm Kantenlänge.
Je grösser der Körper, desto kleiner das Verhältnis von Oberfläche zu Volumen, d. h. desto weniger Oberfläche pro Volumeneinheit.