WAS IST DAS OZONLOCH?
Im Schutzschild in der Erdatmosphäre, welches uns gegen die schädlichen UV-Strahlen schützt, gibt es Löcher.
Wie die Erde selbst, so besteht auch unsere Atmosphäre aus verschiedenen Schichten, oder, wie der Meteorologe sagt, Sphären. In einer dieser Sphären, der Stratosphäre, gibt es eine stark erhöhte Anzahl von bestimmten Teilchen, die man Ozon nennt. Dieses Teilchen hat die spezielle Eigenschaft gefährliche UV-Strahlung abzublocken - wenn man so will, ist es ein UV-Schutzschild.
Loch im Schutzschild
Das Ozonloch selbst kann man als eine Art Loch im Schutzschild betrachten. In der Ozonschicht befinden sich zwar noch Ozonteilchen, aber deren Menge ist zu gering, um die UV-Strahlung aufhalten zu können. Die ultraviolette (UV-) Strahlung der Sonne kann somit fast ungehindert bis auf die Erdoberfläche dringen. Sie richtet gravierende Schäden bei Pflanzen, Tieren und Menschen an. Diese Schäden gehen von Hautverbrennungen bis zu Hautkrebs. Astronauten, die der UV-Strahlung schutzlos ausgesetzt sind, haben ein mit Gold beschichtetes Visier, damit ihr Gesicht nicht verbrennt. Obwohl die Ozonlöcher über dem Süd- und Nordpol am bekanntesten sind, ist die weltweite Menge an Ozon generell verringert.
Sauerstoff und Ozon
Ozon besteht aus drei Sauerstoffteilchen. Sie formen ein geschlossenes Dreieck. Das Ozon-Dreieck wird zunächst durch das UV-Licht zerstört und formiert sich danach wieder. Die UV-Strahlung wird dabei in Wärme umgewandelt und an die Umgebung weitergegeben.
3D-Modell eines Ozonmoleküls, bestehend aus drei Sauerstoffteilchen (Bild: Shutterstock)
Die Hauptursache für das Ozonloch besteht nicht in der Zerstörung des Ozons durch die UV-Strahlung. Das Problem ist vielmehr, dass das Ozon-Dreieck sich nicht wieder neu formieren kann. Schuld daran sind Teilchen, die normalerweise nicht in diesen Höhen vorkommen würden. Diese Gase stammen hauptsächlich vom Menschen und der Industrie.
FCKW's adé
Welche Teilchen greifen die Ozonschicht an? Die berühmtesten sind die FCKW's (Verbindungen aus Fluor, Chlor, Kohlenstoff und Wasserstoff), die in Produkten wie Kühlschränken oder Spraydosen eingesetzt wurden. Sie brauchen lange bis sie in der Ozonschicht auftauchen, das kann bis zu 20 Jahren dauern. Ausserdem können sie Jahrzehnte in der Atmosphäre bestehen.
Durch grosse Bemühungen der Wissenschaftler und Umweltorganisationen wurde 1990 ein FCKW-Verbot aufgestellt. Seit 1994 schliesst sich das Ozonloch langsam. Bis es vollständig 'geschlossen' ist, werden jedoch noch viele Jahre vergehen, der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA zufolge erst im Jahre 2060.
Quelle: Marco Anello und die SimplyScience Redaktion